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Italienaustausch 2019 Nümbrecht-Morbegno

Am 7. Oktober 2019 begann die lang ersehnte Reise: um 7 Uhr startete die 13-stündige Fahrt über die Schweiz nach Morbegno. Gegen 20 Uhr erreichten wir die Bushaltestelle, wo uns bereits unsere italienischen Austauschpartner erwarteten. Den ersten Abend verbrachten wir alle in unseren Gastfamilien und lernten diese erst einmal kennen.  

 

Am Morgen des ersten Tages wurden wir zunächst von den italienischen Schülern, Lehrern und der Schulleiterin unserer Partnerschule in der Aula der Schule begrüßt. Unsere Gastschüler haben verschiedene Präsentationen der Region und auch ein paar Spezialitäten vorbereitet, wodurch wir sehr viel über Morbegno und seine Umgebung erfahren haben und einen sehr schönen Start hatten.

Danach sind wir zusammen mit den italienischen Schülern in den Bergort „Campo-Tartano“ gefahren und sind über die 140 Meter hohe und 234 Meter lange „Ponte nel cielo“ („Brücke im Himmel“) gelaufen. Dies ist die höchste Hängeseilbrücke Europas und hat uns dementsprechend alle sehr beeindruckt. Dann haben wir noch einen Spaziergang durch den Ort gemacht und in einem Restaurant etwas zu Mittag gegessen. Gegen 14 Uhr sind wir wieder nach Morbegno gefahren und haben den Nachmittag unterschiedlich, aber alle mit unseren Gastschülern verbracht.

Ein weiteres Highlight unserer Reise fand am zweiten Tag statt: der Ausflug nach Mailand.

Dort angekommen erhielten wir zuerst eine kleine Stadtführung, auf welcher wir das Mailänder Schloss, den Mailänder Dom, ein paar Shopping-Straßen und Restaurants sahen. Danach hatten wir etwas Freizeit, konnten allerdings auch mit den Lehrern auf den Mailänder Dom gehen. Von dort aus hatte man einen schönen Überblick über Mailand und hat den Dom auch besser kennen gelernt. In unserer Freizeit haben wir Mailand erkundet, gegessen und uns die Shopping-Straßen genauer angeschaut. Gegen 16 Uhr sind wir wieder zurück nach Morbegno gefahren und haben den Abend mit unseren Gastschülern verbracht.

Der dritte Tag war für viele von uns der aufregendste und bedeutendste: Morgens fuhren wir gemeinsam mit den italienischen Schülern ins Valchiavenna, wo wir uns den Palazzo Vertemate, einen Palazzo aus der Renaissance, anschauten und dort eine Führung erhielten. Danach erreichten wir nach einem kurzen Spaziergang den “Aquafraggia”, einen sehr beeindruckenden Wasserfall. Wir alle waren sehr begeistert und bestaunten dieses Naturdenkmal eine lange Zeit, bevor wir in einem Jugendzentrum in der Nähe des Wasserfalls ein Picknick machten und dann zu den archäologischen Ausgrabungen von “Belfort” gingen. Hierbei handelt es sich um die Ausgrabungen eines Dorfes, das 1618 von einem Felssturz verschüttet wurde. Nach dieser Attraktion fuhren wir nach Chiavenna, ein Ort, der uns ebenfalls sehr begeisterte und schauten uns diesen Ort an, aßen ein Eis oder bummelten durch die Geschäfte. Es war für die meisten von uns ein sehr gelungener Tag, an dem wir unsere Austauschschüler wieder ein bisschen besser kennen lernten.

Vierter Tag! Und leider auch schon der letzte Tag, den wir in Italien verbringen durften. Trotzdem haben wir diesen zu 100 % ausgenutzt und wieder einmal sehr viel erlebt. Morgens fuhren wir gemeinsam mit unseren Gastschülern zur Schule in Morbegno, in der wir auch zwei Stunden am Unterricht teilnahmen. Auch dies war eine einmalige Erfahrung, die auch zwar nicht alle vollkommen überzeugt hat, jedoch allen zumindest ein bisschen Spaß gemacht hat. Der Unterricht war sehr ungewohnt, was wohl auch daran lag, dass wir die Gäste waren und auch dementsprechend behandelt wurden, jedoch war es trotzdem sehr interessant. Nach dem Unterricht erhielten wir eine Stadtführung von einem ehemaligen Deutsch-Lehrer der Schule durch Morbegno. Hierbei haben wir die Stadt von etwas weiter oben gesehen und auch sehr schöne Orte wie zum Beispiel die Kirche S.Giovanni kennen gelernt. Morbegno hat uns mit den typisch italienische Häusern, umgeben von Bergen allen sehr gut gefallen.  

Den Nachmittag verbrachten wir mit unseren Gastschülern, manche auch mit deren Familien. Für alle war es ein krönender Abschluss eines gelungenen Austauschs.

Arrividerci! Der Tag der Abreise war gekommen. Am 12.Oktober fuhren wir gegen acht Uhr in Morbegno los und erreichten Nümbrecht gegen 20 Uhr. 

Der Austausch hat uns allen sehr gut gefallen. Die Aktivitäten waren sehr gut gewählt und wir haben sehr viel von der sehr beeindruckenden Region gesehen. Wir bedanken uns vielmals für die Gastfreundlichkeit der Italiener, die schöne Zeit die wir in Italien hatten und für die Möglichkeit, an so einem Austausch teilzunehmen und diese einmaligen Erfahrungen zu sammeln. Wir freuen uns schon sehr auf das Wiedersehen mit den italienischen Gastschülern im März. Ci vediamo la prossimo volta!

Catrin Oetsel